Unterwegs in Thüringen

Landwirtschaftliche Bereisung von Franka Hitzing


FDP-Landtagsfraktion setzte Besuchsreise mit europäischen Agrardiplomaten fort

Hitzing: "Internationale Zusammenarbeit stärken"

Am Dienstag, den 24.10.2011 besuchte die Sprecherin für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz der FDP-Landtagsfraktion Franka Hitzing Thüringer Landwirtschaftsbetriebe. Dies war bereits die dritte landwirtschaftliche Bereisung Thüringens, die die FDP-Landtagsfraktion mit internationalen Agrardiplomaten organsiert hat. Begleitet wurde sie vom französischen Botschaftsrat Philippe Vinçon und dem Leiter des französischen Kulturbüros in Thüringen, Bertrand Leveaux. Beide waren auf Einladung der Landtagsfraktion zu Gast in Thüringen.



Die erste Station der Bereisung war die GUTENA Nahrungsmittel GmbH in Apolda. Hier konnten die Gäste einen Eindruck von einem echten Thüringer Original, dem Knusperbrot Filinchen, gewinnen. Neben einem Gespräch mit der stellvertretenden Geschäftsführerin Frau Linke und dem Produktionsleiter Herrn Geider wurden interessante Einblicke in die Produktion gewährt.
Beim anschließenden Besuch der Agrargenossenschaft Kirchheilingen stellte deren Geschäftsführer Frank Baumgarten die breitgefächerten Produktionszweige vor und präsentierte das Konzept der "Stiftung Landleben". Die Stiftung setzt sich für den Abriss nicht mehr sanierungsfähiger Häuser und den seniorengerechten Neubau ein. Gleichzeitig unterstützt sie junge Menschen in sanierungswerten Häusern. Dafür wurde sie 2010 mit dem Innovationspreis ländliche Entwicklung ausgezeichnet.

Beim letzten Termin des Tages in Bad Langensalza stellte der Vorsitzende des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Kliem den Gästen weiteres Thüringer Unternehmen vor. Die ADIB mbH versucht die bewährten Strukturen der LPG in einem neuen Konzern zu erhalten. Auch von der im Bau befindlichen Milchviehanlage in Burgtonna verschafften sich die Gäste ein Bild. Für die französischen Gäste war vor allem der Einblick in die Großstrukturen der Thüringer Bauern interessant. In Frankreich gebe es dererlei große Zusammenschlüsse nicht, so Vinçon.
Auch die Sorgen der Landwirtschaftsbetriebe wurden bei der Bereisung deutlich: Spekulationen am Rohstoffmarkt machten vor allem den verarbeitenden Betrieben Sorge, da die höheren Kosten sich nicht in den Produktpreisen widerspiegeln würden. Auch die Landwirtschaftsförderung der EU war Thema: Durch eine Deckelung der Förderung würden vor allem Thüringer Großbetriebe benachteiligt. "Das könnte dazu führen, das ganze Produktionssparten in der Region aufgegeben werden müssten", ist Hitzing besorgt.
Abgerundet wurde das Programm mit dem gemeinsamen Abendessen in der Landeshauptstadt Erfurt. Hier nutzten die deutschen und französischen Partner abschließend die Gelegenheit zum Austausch. Bereichert wurde die Veranstaltung durch TLZ- Chefredakteur und Honorarkonsul der Republik Polen, Hans Hoffmeister und Dieter Hackmann vom Verein Weimarer Dreieck. Das Zusammenwachsen Europas liege ihm sehr am Herzen, so Hoffmeister, der sich speziell der deutsch-polnisch-französischen Zusammenarbeit seit Jahren mit großem Engagement widmet. "Die Lebendigkeit kommt erst mit dem Engagement der Menschen", wusste Hackman aus seiner Erfahrung in der Vereinsarbeit zu berichten. Termine wie der heutige seien ein "großer Schritt in der richtigen Richtung".
"Der Besuch in Thüringen war für mich eine tolle Erfahrung" , zog Botschaftsrat Vinçon ein zufriedenes Fazit: Er habe an einem Tag in Thüringen mehr über Deutschland gelernt als in einem Jahr in Berlin. Besonders beeindruckt habe ihn das Engagement der Thüringer für ihr Land: "Die Leute lieben Thüringen. Sie wollen vor Ort leben und ihre Produktion weiterentwickeln". Dies sei eine gute Grundlage für die weitere deutsch-französische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Landwirtschaft. Diese sei viel stärker ausgeprägt, als die vielen Leuten bewusst sei.

Die Landwirtschaftspolitische Sprecherin Franka Hitzing bekräftigte abschließend, dass ihre Fraktion sich auch weiterhin für internationale Zusammenarbeit auch und besonders auf dem Gebiet der Landwirtschaft stark machen werde. Abschließend erneuerte sie ihre Einladung zu weiteren Besuchen.

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