19.05.2010
Thüringer Landtag
5. Wahlperiode
19.05.2010
K l e i n e A n f r a g e 595
der Abgeordneten Bergner und Untermann (FDP)
Sicherstellung der fachspezifischen Kompetenz in Fachbehörden
in Zuständigkeit des Landes
Bei der Stellenbesetzung in Fachbehörden mit besonderen technischen Ausprägungen wie beispielsweise dem Landesamt für Bau und Verkehr zeichnet sich immer stärker der Trend ab, dass der Anteil von Juristen zu Lasten technischer Fachkräfte (Ingenieure, Architekten, Techniker, Naturwissenschaftler) in signifikanter Weise zunimmt.
Wir fragen die Landesregierung:
1. Wie verhält sich die Anzahl von Juristen und ähnlichen Berufsgruppen (z.B. Politikwissenschaftlern) zur Anzahl der oben genannten "technischen Fachleute"
a) im Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr;
b) im Landesamt für Bau und Verkehr?
2. Besteht aus Sicht der Landesregierung die Gefahr, dass durch die o.g. Fachkräfteaufteilung fachliche Entscheidungen von Landesbehörden nicht immer im gebotenen Maße von fachlich relevanten Erwägungen getragen sein könnten?
3. Teilt die Landesregierung die gelegentlich von Verbänden geäußerte Auffassung, dass durch das o.g. Verhältnis von juristischen zu technischen Fachleuten nicht in hinreichendem Maße Ansprechpartner für externe technische Fachleute zur Verfügung stehen? Wie begründet die Landesregierung die Antwort auf diese Frage?
4. Beabsichtigt die Landesregierung eine Änderung der bisherigen Personalpolitik in Bezug auf die auszuschreibenden Berufsbilder? Falls ja, in welcher Weise? Falls nein, warum nicht?
Bergner, Untermann
Die Antwort der Landesregierung