Große Anfragen

Entwicklung der Energieversorgung im Freistaat Thüringen und das energiepolitische Konzept

Die Große Anfrage "Entwicklung der Energieversorgung im Freistaat Thüringen und das energiepolitische Konzept der Landesregierung zur Bewältigung der Energiewende" als pdf gibt es HIER zum Download.

Thüringer Landtag
5. Wahlperiode
Drucksache 5/3084
11.07.2011

G r o ß e A n f r a g e
der Fraktion der FDP
Entwicklung der Energieversorgung im Freistaat Thüringen und das energiepoli-tische Konzept der Landesregierung zur Bewältigung der Energiewende


Der von der Bundesregierung und Bundesrat beschlossene Ausstieg aus der Kernkraft und die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe werfen die Frage nach der zukünftigen Entwicklung der Energieversorgung in Thüringen und Deutschland auf. Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien von der Bevölkerung mitgetragen und akzeptiert wird, muss die Versorgung sichergestellt, die Energiepreise niedrig gehalten und der Umbau an der Umwelt schonend vorgenommen werden.

Nur mithilfe einer Bestandsaufnahme der Energiewirtschaft Thüringens, der Auswirkungen der Energiewende auf das alltägliche Leben für die Bürger und Unternehmen im Freistaat, kann die Frage beantwortet werden, wie die Landesregierung die Energiewende bewältigen und durch eigene energiepolitische Ziele vorantreiben kann.

Wir fragen die Landesregierung:

I. Energiewirtschaft im Freistaat Thüringen

1. Wie hoch sind die jeweiligen Anteile der verschiedenen Energieträger an der Primärenergieerzeugung in Thüringen?

2. Wie hat sich der Energiemix in Deutschland nach Kenntnis der Landesregierung und in Thüringen seit dem Jahr 1991 entwickelt, welchen Anteil hatten und haben dabei die jeweiligen Energieträger?

3. Welche Mengen der verschiedenen Energieträger (Erdgas, Erdöl, Steinkohle, Braunkohle und nachwachsende Rohstoffe) wurden und werden nach Thüringen importiert sowie exportiert und welchen Trend sieht die Landesregierung für die nächsten 20 Jahre (bitte die Angaben pro Jahr seit 1991 angeben)?

4. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung zu weltweiten Vorkommen, Verfügbarkeit und Reich-weiten der Primärenergieträger und wie beurteilt die Landesregierung die technisch-wirtschaftlichen Realitäten zu ihrer Nutzung sowie politische Risiken der Verfügbarkeit der einzelnen Energieträger?

5. Wie hoch ist der Anteil des Energieimports am Primärenergieverbrauch in Thüringen? Wie hoch ist ein etwaiger Energieexport?

6. Welche Art von Strom wird in welcher Menge nach Thüringen importiert und exportiert?

7. Wie hoch ist der Stromverbrauch in Thüringen (bitte pro Tag, Monat und Veränderung pro Jahr seit 1991 angeben) und wie groß sind die typischen Schwankungen zwischen Grundlast und Spitzenlast während eines Tages (bitte auf die Unterschiede bei Wochentagen und verschiedenen Jahreszeiten eingehen)?

8. Welche Kraftwerke, die fossile Brennstoffe nutzen, stehen in Thüringen (bitte einzeln, nach instal-lierter Leistung, Anteil an der Energieerzeugung und voraussichtlicher Betriebsdauer aufschlüsseln)?

9. Wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in Thüringen in Kraftwerken, die fossile Brennstoffe nutzen, beschäftigt?

10. Wie hat sich der Endenergieverbrauch in Thüringen seit dem Jahr 1991 entwickelt (bitte nach Energieträgern auflisten)?

11. Wie viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind in der Energiewirtschaft Thüringens in den Bereichen
- Elektrizitätsversorgung,
- Gasversorgung und
- Wärmeversorgung
tätig?

12. Wie viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind in energiebezogenen Maschinenbau- und Zuliefererunternehmen beschäftigt?

13. Welchen Stellenwert haben nach Einschätzung der Landesregierung die Stadtwerke in der Ener-giewirtschaft Thüringens und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung (bitte nach Anteil an der Energieversorgung, -erzeugung und Eigentumsverhältnissen aufschlüsseln)?

14. Welche Veränderungen haben sich im Zuge der Liberalisierung des Strommarkts auf die Thüringer Verbundunternehmen, die regionalen Energieversorgungsunternehmen und die Stadtwerke in Thü-ringen ergeben?

15. Inwiefern hat die Liberalisierung des Strommarkts zu mehr Wettbewerb in Thüringen bzw. in Deutschland geführt und welche Auswirkungen auf die Netto- und Bruttostrompreise hatte sie?

16. Wie beurteilt die Landesregierung die Wettbewerbssituation der Energieversorgungsunternehmen in Thüringen generell und im Vergleich zu anderen nationalen und internationalen Energieversor-gungsunternehmen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

ll. Emissionshandel

1. Wie bewertet die Landesregierung das für Deutschland im Jahr 2005 eingeführte System des Emissionshandels, insbesondere hinsichtlich der gewünschten Zielwirkung, die Treibhausgasemis-sionen nachhaltig zu reduzieren, und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auf-fassung?

2. Welche Auswirkungen hat nach Einschätzung der Landesregierung der bisherige Emissionshandel auf die strom- und wärmeproduzierende Energiewirtschaft in Thüringen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

3. Wie entwickeln sich nach Einschätzung der Landesregierung in Thüringen die emissionsmindernden Wirkungen anderer nationaler Rechtsnormen (z. B. des Erneuerbare-Energien-Gesetzes [EEG]) seit Einführung des Emissionshandels und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

4. Welche Auswirkungen hat nach Einschätzung der Landesregierung die Übergangszeit von den Jahren 2013 bis 2020 auf die Thüringer Unternehmen, in der der Anteil der kostenlos zugeteilten Emissionszertifikate von 80 Prozent auf 0 Prozent zurückgeführt werden soll und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

5. Welche Rückerstattungsinstrumente, z. B. in Form von Steuersenkungen, vor allem für energiein-tensive Branchen, hält die Landesregierung bei einer Versteigerung der Emissionszertifikate in Zukunft für sinnvoll und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

6. Welche Rückerstattungsinstrumente, z. B. in Form von Steuersenkungen bestehen nach Kenntnis der Landesregierung vor allem für energieintensive Branchen bei einer Versteigerung der Emissi-onszertifikate und inwiefern kann nach Einschätzung der Landesregierung die kleinteilige Thüringer Wirtschaft davon profitieren und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

lIl. Entwicklung der Energiepreise und des Energieverbrauchs

1. Wie haben sich die Preise für Strom und Heizenergie in Thüringen (namentlich leichtes Heizöl und Erdgas) für Industrie, Gewerbe und private Haushalte seit dem Jahr 1991, differenziert jeweils mit und ohne Staatsanteil (alle staatlich bedingten Abgaben und Steuern), entwickelt?

2. Wie hat sich der Verbrauch von Strom und Heizenergie (namentlich leichtes Heizöl und Erdgas) in Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten in Thüringen seit dem Jahr 1991 entwickelt?

3. Wie haben sich nach Kenntnis der Landesregierung die Strompreise in Thüringen seit der Liberali-sierung des Strommarkts entwickelt, welcher Trend ist dabei erkennbar und welche Schlussfolgerung zieht die Landesregierung aus diesem Trend (bitte die Preisentwicklung pro Jahr seit 1998 angeben) und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

4. Was sind nach Einschätzung der Landesregierung die wesentlichen Ursachen für die Entwicklung der Energiepreise in Thüringen seit dem Jahr 1991 und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

5. Welchen Einfluss haben staatliche Abgaben auf die Entwicklung der Energiepreise in Thüringen seit dem Jahr 1991 (bitte für jedes Jahr den staatlichen Anteil und Art der Abgabe angeben)?

6. Wie hat sich der Anteil staatlicher Abgaben seit 1991 jeweils entwickelt (bitte nach Art und Anteil auflisten)?

7. Welchen Einfluss nimmt die öffentliche Hand auf die Festsetzung der Energiepreise?

8. Inwiefern hat das von der Bundesregierung Ende des Jahres 2007 verabschiedete Gesetz zur Be-kämpfung von Preismissbrauch im Bereich der Energieversorgung und des Lebensmittelhandels zu einer effektiveren Kontrolle und mehr Transparenz bei vorgenommenen Preiserhöhungen im Bereich Strom und Wärme geführt (bitte anhand der Preisentwicklung für Strom aufzeigen)?

9. Wie hat sich nach Kenntnis der Landesregierung der Ölpreis für ein Barrel Rohöl seit 1991 entwickelt, welcher Trend ist nach Einschätzung der Landesregierung dabei erkennbar und welche Schlussfolgerungen zieht die Landesregierung aus solch einem Trend für ihre energiepolitischen Ziele?

10. Wie haben sich nach Kenntnis der Landesregierung die Preise für Automobiltreibstoffe und Heizöl seit 1991 in Thüringen entwickelt und wie ist nach Kenntnis der Landesregierung die Entwicklung des Staatsanteils (Steuern und andere Abgaben), die für einen Liter Kraftstoff und Heizöl erhoben wurden und werden?

11. Welchen Anteil misst die Landesregierung
a) den Energiepreisen bei der Inflation generell zu und womit begründet sie ihre Einschätzung;
b) den Energiepreisen bei der Inflation unter dem Aspekt des voraussichtIichen Anstiegs der Energiepreise, bedingt durch die Umstellung der Energieversorgung auf regenerative Energien zu und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

IV. Energieversorgungssicherheit

1. Welche weiteren Techniken bzw. technologischen Entwicklungen werden nach Auffassung der Landesregierung einen nennenswerten Einfluss auf die künftige Gestaltung des Energiemixes haben und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

2. Wo und in welcher Menge werden nach Kenntnis der Landesregierung fossile Energieträger in Thüringen gewonnen und welche Planungen zu eventueller Ausbeutung der entsprechenden Ressourcen liegen nach Kenntnis der Landesregierung vor (bitte nach Art und Menge aufschlüsseln)?

3. Welche Kenntnisse liegen der Landesregierung zu den Reserven und Ressourcen von fossilen Energieträgern (Kohle, Gas und Uran) in Thüringen vor?

4. Welche Kraftwerkskapazitäten sollten nach Einschätzung der Landesregierung für eine ausreichende Energieversorgung Thüringens zukünftig vorgehalten bzw. neu geschaffen werden und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

5. An welchen Standorten in Thüringen bestehen nach Kenntnis der Landesregierung derzeit Planungen für die Errichtung neuer und den Ersatz bestehender Kraftwerke mit konventionellen Energieträgern?

6. Bestehen nach Kenntnis der Landesregierung in Thüringen Überlegungen von Investoren zur unte-rirdischen Speicherung von CO2? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?

7. Wie ist die grundsätzliche Haltung der Landesregierung zur unterirdischen Speicherung von CO2 und wie begründet die Landesregierung ihre Haltung?

8. Wie beurteilt die Landesregierung den gegenwärtigen Zustand der Thüringer Energienetze und der in Thüringen gelegenen überregionalen Energienetze und inwieweit sieht sie eine Notwendigkeit, Investitionen in die Netze vorzunehmen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

9. Ergibt sich nach Einschätzung der Landesregierung aus der zentralen Lage Thüringens eine be-sondere Bedingung für den Netzausbau und wie begründet die Landesregierung ihre Einschätzung?

10. Wie würde sich eine zunehmende Dezentralität der Stromerzeugung - insbesondere durch er-neuerbare Energien - auf die Stromerzeugungs- und Netzstrukturen auswirken und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

11. Welche Möglichkeiten der Energiespeicherung bestehen zur Zeit in Thüringen, wie groß ist deren Speicherfähigkeit und energetischer Wirkungsgrad (bitte detailliert auflisten)?

12. Wie groß ist der Anteil, den diese Speicher momentan am Strombedarf Thüringens decken können und wie ist deren Regenerationsfähigkeit?

13. Wie bewertet die Landesregierung die Netzstabilität und -flexibilität um Spitzenlasten sowohl beim Verbrauch als auch bei der Einspeisung zu verkraften und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

14. Wie oft und wie lang kommt es in Thüringen nach Kenntnis der Landesregierung netzbedingt durchschnittlich pro Jahr zu Stromausfällen?

15. Welche Auswirkungen auf die Netzstabilität hatte die Verkündung des Atom-Moratoriums und die Abschaltung von sieben Kernkraftwerken als Konsequenz daraus auf Thüringen?

16. Wann, wie oft, wie lange und wo ist der Strom in Thüringen seit Verkündung des Atom Moratoriums ausgefallen und welche wirtschaftlichen Schäden sind dadurch aufgetreten?

17. Welche Notfallpläne bestehen auf Seiten der Landesregierung für längerfristige Stromausfälle und drohende Versorgungsstörungen für den lebenswichtigen Bereich, welche Ministerien und nach-geordneten Landesbehörden übernehmen die Koordination bei einem längerfristigen Stromausfall?

18. Welche Möglichkeiten bestehen, eine drohende Versorgungsstörung für den lebenswichtigen Bedarf nach § 1 des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG) zu verhindern und wer entscheidet über diese Maßnahmen in Thüringen?

19. Wann lagen in Thüringen seit 1991 drohende Versorgungsstörungen für den lebenswichtigen Be-reich vor, die einen Eingriff in das Stromnetz notwendig machten und welche Gemeinden oder Re-gionen waren davon wie lange konkret betroffen?

20. Wann kam es in Thüringen seit 1991 zu konkreten Versorgungsstörungen für den lebenswichtigen Bereich und welche Gemeinden oder Regionen waren davon wie lange konkret betroffen?

21. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung im Ausbau der Energiespeicher in Thüringen für die nächsten zehn Jahre und wie schätzt die Landesregierung das notwendige Investitionsvolumen ein, um diese Potenziale zu nutzen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

22. Welche Ziele hat die Landesregierung für den Ausbau der Energiespeicher in den nächsten zehn Jahren und wie groß schätzt die Landesregierung das notwendige lnvestitionsvolumen ein?

23. Wann ist es nach Einschätzung der Landesregierung möglich, den Grundlast-Strombedarf Thürin-gens komplett über erneuerbare Energien und Energiespeicher zu bedienen, wie groß schätzt die Landesregierung das benötigte Investitionsvolumen zur Umsetzung eines solchen Ziels ein und wie begründet die Landesregierung diese Einschätzungen?

24. Wie schätzt die Landesregierung die Möglichkeit ein, den Strombedarf Thüringens auch bei Spit-zenlast komplett über erneuerbare Energien und Energiespeicher zu bedienen, wie groß schätzt die Landesregierung das benötigte Investitionsvolumen zur Umsetzung eines solchen Ziels ein und wie begründet die Landesregierung diese Einschätzungen?

25. Wann ist es nach Einschätzung der Landesregierung möglich, 100 Prozent des Thüringer Strom-bedarfs aus regenerativen Energien und Energiespeichern zu nutzen, wie hoch schätzt die Lan-desregierung das benötigte Investitionsvolumen dafür nach jetzigem Kenntnisstand ein und wie begründet die Landesregierung diese Einschätzungen?

26. Inwiefern ist es nach Einschätzung der Landesregierung notwendig, den Strombedarf Thüringens komplett autark durch regenerative Energien und Energiespeicher zu nutzen und wie begründet die Landesregierung ihre Einschätzung?

V. Energieforschung in Thüringen

1. Welche Forschungseinrichtungen, -projekte und -vorhaben befassen sich in Thüringen mit der Un-tersuchung und/oder Entwicklung neuer Energiegewinnungs- und -optimierungstechniken oder sind diesbezüglich geplant und welche Haushaltsmittel sind dafür eingestellt?

2. Welche Forschungseinrichtungen, -projekte und -vorhaben befassen sich in Thüringen mit der Un-tersuchung und/oder Entwicklung alternativer Kraftstoffe und Antriebe oder sind diesbezüglich geplant und welche Haushaltsmittel sind dafür eingestellt?

3. Welche Forschungseinrichtungen, -projekte und -vorhaben befassen sich in Thüringen mit der Un-tersuchung von Energieeffizienz- und Energieeinsparpotenzialen oder sind diesbezüglich geplant und welche Haushaltsmittel sind dafür eingestellt?

4. Welche Forschungseinrichtungen, -projekte und -vorhaben befassen sich in Thüringen mit der Kernforschung bzw. der Fusionstechnologie oder sind diesbezüglich geplant und wie lauten die konkreten Forschungsprojekte und welche Haushaltsmittel sind dafür eingestellt?

5. Welches Potenzial sieht die Landesregierung in der Kernfusionstechnologie, wann rechnet sie mit deren Verfügbarkeit und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

6. Welche europäischen Programme, Projekte und Forschungsinstitutionen befassten und befassen sich nach Kenntnis der Landesregierung mit dem Forschungsgebiet Kernfusion und welche Mittel wurden dazu von der Europäischen Union (EU) bereitgestellt?

7. Wie beurteilt die Landesregierung den Forschungsbereich Energiespeicherung und welche Potenziale sieht sie hier für die Zukunft?

8. Welche innovativen Projekte im Bereich der Energiespeicherung im Zusammenhang mit dezentral erzeugter, elektrischer Energie sind derzeit in Thüringen in Erprobung bzw. zur Erprobung geplant und in welcher Höhe werden sie durch die Landesregierung aus welchen Haushaltstiteln gefördert?

9. Welches Potenzial sieht die Landesregierung in der Methanisierung von Energie, wann rechnet sie mit deren Verfügbarkeit und welche technischen Problemstellungen sind momentan Hindernisse auf dem Weg der Umsetzung und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

10. Welche Forschungseinrichtungen, -projekte und -vorhaben befassen sich in Thüringen mit der Methanisierung von Energie oder sind diesbezüglich geplant und wie lauten die konkreten For-schungsprojekte und welche Haushaltsmittel sind dafür eingestellt?

11. Welchen Beitrag bemisst die Landesregierung der Nutzung der Brennstoffzellentechnologie in Ver-bindung mit der Nutzung regenerativer Energieträger bei und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

12. Welches Potenzial sieht die Landesregierung in der petrothermischen Geothermie, wann rechnet sie mit deren Verfügbarkeit und welche technischen Problemstellungen sind momentan Hindernisse auf dem Weg der Umsetzung?

VI. Energiesparen und Energieeffizienz

1. Inwieweit wird bei Gebäuden der Landesregierung bzw. bei Gebäuden nachgeordneter Landes-behörden und Immobilien öffentlichen Eigentums ein Energiecontrolling vorgenommen?

2. Welche Maßnahmen von Kommunen zur Verminderung des Energieverbrauchs und der Energie-kosten eignen sich nach Ansicht der Landesregierung für das Finanzierungsmodell Energieein-spar-Contracting?

3. Wie hoch sind die möglichen Einsparungen an Energie und Energiekosten durch Energieein-spar-Contracting in den Liegenschaften des Landes?

4. Welche Maßnahmen sind aus Sicht der Landesregierung geeignet, die Energieeffizienz im kom-munalen Bereich zumutbar zu verbessern und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

5. Welche Maßnahmen sind aus Sicht der Landesregierung geeignet, die Energieeffizienz im betrieb-lichen Bereich zumutbar zu verbessern und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

6. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung seit 1991 unternommen bzw. sind geplant, um die Energieeffizienz privater Haushalte und Unternehmen in Thüringen zu verbessern?

7. In welchem Umfang wurden die genannten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bisher von privaten Haushalten und Unternehmen in Thüringen seit 1991 wahrgenommen (bitte pro Jahr mit Abfluss der Mittel für jedes Förderprogramm, Anzahl der eingegangenen und bewilligten Anträge angeben)?

8. Wie schätzt die Landesregierung nachfolgende Maßnahmen zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs im Thüringer Verkehr als realisierbar und mit den Anforderungen einer mobilen Gesellschaft vereinbar ein:
a) gesetzliche Flottenverbrauchsbegrenzung für Neufahrzeuge,
b) generelles Tempolimit von 130 Kilometer/Stunde auf Autobahnen,
c) Ersatz von Mineralöl durch Biokraftstoffe,
d) Verlagerung des Personenverkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad?

9. Welchen Beitrag können nach Einschätzung der Landesregierung
a) Energieeinsparung,
b) Energieeffizienz und
c) der Ausbau der erneuerbaren Energien
zur Reduzierung von Treibhausgasen in Thüringen leisten und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

10. Wie hoch schätzt die Landesregierung das Potenzial von Energieeinsparungen bei privaten Haus-halten und Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt in Thüringen ein (absolute Zahlen oder prozentualer Anteil am jetzigen Verbrauch) und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

11. Wie hoch muss nach Einschätzung der Landesregierung die Energieeinsparung bei privaten Haushalten und Unternehmen sein, um das Ziel 45 Prozent des Energieprimärverbrauchs durch erneuerbare Energien im Jahr 2020 zu erreichen (absolute Zahlen oder prozentualer Anteil der gesparten Energie)?

Vll. Erneuerbare Energien

a) Biomasse

1. In welchem Umfang wird Biomasse derzeit in Thüringen energetisch genutzt, und wie verteilt sich dies einerseits auf die verschiedenen Nutzungsformen (Biogas, Holzhackschnitzel, Holzpellets, Energiepflanzen etc.) und andererseits auf die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe?

2. Welche Potenziale sieht die Landesregierung in Holz für die Energiegewinnung in Thüringen momentan und für die nächsten zehn Jahre und welches nachhaltige Potenzial bieten die Thü-ringer Wälder diesbezüglich?

3. Wie haben sich die Holzpreise (sowohl für die Energiegewinnung als auch als industrieller Rohstoff) in Thüringen seit 1991 entwickelt (bitte getrennt aufführen)?

4. Welche Preisbildungseffekte auf Holz hat nach Einschätzung der Landesregierung der vermehrte Einsatz dieses Rohstoffs in Kraftwerken und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

5. Wie hat sich die holzverarbeitende Industrie in Thüringen nach Einschätzung der Landesregierung seit 1991 als Branche entwickelt und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

6. Welche Bedeutung kommt nach Einschätzung der Landesregierung der holzverarbeitenden In-dustrie in Thüringen heute zu und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auf-fassung?

7. Wie hat sich die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer in der holzverarbeitenden In-dustrie seit 1991 entwickelt?

8. Wie hat sich die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer in der energetischen Nutzung von Holzprodukten für die Bereiche Strom und Wärme seit 1991 entwickelt?

9. Wie viel Holz wurde jährlich für die Energiegewinnung in Thüringen seit 1991 genutzt und für diesen Zweck auch importiert (bitte jeweils nach Jahren, Art des Holzes, Herkunft und in Tonnen angeben)?

10. Wie viel Holz wurde jährlich für die industrielle Nutzung in Thüringen seit 1991 genutzt und für diesen Zweck auch importiert (bitte jeweils nach Jahren, Art des Holzes, Branche, Herkunft und in Tonnen angeben)?

11. Wie viele Energieholzanpflanzungen bestehen in Thüringen (bitte nach Fläche, Standort und Anpflanzjahr aufschlüsseln)?

12. Welche Fördermöglichkeiten für Energieholzanpflanzungen bestehen in Thüringen für natürliche Personen, Personengesellschaften, juristische Personen des Privatrechts, Gemeinden und Gemeindeverbände?

13. Welche Fördermittel sind in welcher Höhe bisher für Energieanpflanzungen in Thüringen an natürliche Personen, Personengesellschaften, juristische Personen des Privatrechts, Gemeinden und Gemeindeverbände seitens des Freistaats sowie - nach Kenntnis der Landesregierung - seitens des Bundes vergeben worden (bitte nach Jahr, Betrag, Art und Geförderten auflisten)?

14. Wie hat sich in Thüringen die Zahl der Biomasseanlagen zur Stromerzeugung seit dem Jahr 1991 entwickelt (bitte nach verschiedenen Nutzungsformen und Anlagengröße aufschlüsseln)?

15. Wie hat sich der Anteil der Stromerzeugung aus Biogasanlagen an der gesamten Stromerzeugung in Thüringen seit dem Jahr 1991 entwickelt?

16. Wie beurteilt die Landesregierung das Verhältnis von Biomasseanlagen zur Stromerzeugung und den CO2-Minderungszielen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Beurteilung?

17. Welche technischen Verfahren zur Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse (neben der Biogastechnologie) sind heute bereits in der Anwendung bzw. stehen kurz vor der Markteinfüh-rung und sind nach Einschätzung der Landesregierung geeignet, nach Markteinführung über eine zuschussunabhängige Wirtschaftlichkeit zu verfügen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

18. Welche Rolle spielt in Thüringen derzeit nach Einschätzung der Landesregierung die Direkteinspeisung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz und welche Potenziale sind vor dem Hintergrund der Steigerung der Versorgungssicherheit damit verbunden und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Einschätzung?

19. Wie groß sind die Flächen zum Anbau nachwachsender Rohstoffe für die derzeit betriebenen bzw. im Bau oder in der Planung befindlichen Biogasanlagen in Thüringen, wie groß ist der Selbstversorgungsgrad dieser Biogasanlagen und welche Art von Biomasse wird zur Nutzung in Biomasseanlagen nach Thüringen importiert (bitte nach Menge, Art und Herkunft erläutern)?

20. Welchen Forschungsbedarf sieht die Landesregierung im Bereich der Züchtung, des Anbaus und der Verarbeitung spezieller Energiepflanzen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

21. Wie viele Arbeitsplätze werden nach Einschätzung der Landesregierung in Thüringen durch die Bereiche Biogasanlagen und Anbau von Energiepflanzen im Bereich der Landwirtschaft gesi-chert bzw. mittelfristig voraussichtlich geschaffen?

22. Wie beurteilt die Landesregierung die energetische Nutzung von Stroh und Grünschnitt kommunaler sowie privater Herkunft, getrennt nach gesammelten organischen Abfällen aus Haus-halten und Gewerbe sowie von Klärschlamm und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

23. Wie groß schätzt die Landesregierung das anteilige Potenzial von Grünmüll, Gülle und Mist, ohne Einspeisevergütung in Thüringen ein und wie begründet die Landesregierung ihre dies-bezügliche Auffassung?

b) Geothermie

1. Wie haben sich im Bereich der oberflächennahen Geothermie die Zahl der Anlagen zur Wär-megewinnung und die installierte Leistung in Kilowatt (kW) seit dem Jahr 1991 in Thüringen entwickelt?

2. Mit welchem absoluten und relativen Anteil in Kilowattstunde pro Jahr (kWh/a) bzw. Prozent trägt die Geothermie zur Wärmeerzeugung in Thüringen bei?

3. In welchem Umfang und aus welchen Programmen hat das Land die Geothermie seit dem Jahr 1991 gefördert?

4. Wie beurteilt die Landesregierung das Potenzial von tiefer und flacher Geothermie im Bereich Wärmegewinnung, differenziert nach Kleinanlagen und gewerblichen Großanlagen in Thüringen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

5. Wie viele in Planung befindliche geothermische Großanlagen werden nach Einschätzung der Landesregierung bis zum Jahr 2025 in Thüringen in Betrieb sein und welche Energie (in kWh/a) werden sie liefern?

6. Welchen Forschungsbedarf sieht die Landesregierung in der Entwicklung von Konzepten zur geothermischen Nutzung des mitteltiefen Untergrunds und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

7. Wie schätzt die Landesregierung das Potenzial der geothermischen Wärmespeicherung in Thü-ringen ein, welches Energieeinsparpotenzial ergibt sich hieraus und wie begründet die Landes-regierung ihre diesbezügliche Auffassung?

8. Wie beurteilt die Landesregierung das Zukunftspotenzial kombinierter Systeme aus erneuerbaren Energien und saisonaler geothermischer Wärmespeicherung und wie begründet die Lan-desregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

9. Welches Energieeinsparpotenzial sieht die Landesregierung in der geothermischen Kühlung von Gebäuden und lndustrieanlagen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

10. Welche Rolle können Thüringer Unternehmen beim Ausbau der Geothermie in Deutschland und weltweit spielen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

11. Welche Rolle können Thüringer Forschungsinstitutionen bei der Entwicklung von Technologien und Verfahren zur besseren Nutzung des geothermischen Potenzials spielen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

c) Photovoltaik

1. Wie haben sich nach Kenntnis der Landesregierung die installierte Leistung und tatsächlich jährlich eingespeiste Strommenge aus der Photovoltaik seit dem Jahr 1991 in Thüringen entwi-ckelt?

2. Mit welchem absoluten und relativen Anteil in kWh trägt die Photovoltaik zur tatsächlichen Energieerzeugung in Thüringen bei?

3. Wie lang ist nach Kenntnis der Landesregierung die Gewährleistungsfrist von Photovoltaikanlagen, die in Deutschland installiert werden und auf welchen Bereich erstreckt sie sich (z. B. allgemeine Funktion, Leistungsstärke und Lebensdauer)?

4. Wie lang ist nach Kenntnis der Landesregierung die durchschnittliche Betriebsdauer von Pho-tovoltaikanlagen bei voller Leistung und wie stark nimmt die Leistung innerhalb von 20 Jahren ab?

5. Wie hoch schätzt die Landesregierung die jährlichen Kosten für die Ertüchtigung bzw. Ersetzung von Photovoltaik-Altanlagen ab dem Jahr 2025, unter Maßgabe der bisher in Thüringen installierten Module, ein und wie groß ist dabei der Anteil der Privathaushalte und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

6. Wie bewertet die Landesregierung die Entwicklung der Photovoltaik in Thüringen seit 1991, vor allem im Hinblick auf Förderprogramme des Bundes und der Landesregierung und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

7. Welche Potenziale sieht die Landesregierung in der Photovoltaik für das Jahr 2025 und ihren Anteil an der tatsächlichen Stromerzeugung in Thüringen, vor allem unter dem Aspekt der ein-geschränkten Lebensdauer sowie der notwendigen Ertüchtigung von Altanlagen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

8. Welche Programme zur Förderung von Photovoltaik bietet die Landesregierung an bzw. welche Programme sind geplant?

9. Welche Programme zur Förderung der Photovoltaik durch die Landesregierung wurden seit 1991 angeboten und wie hoch ist der Betrag der bereitgestellten Landesmittel?

10. Welche Auswirkungen hatten und haben nach Einschätzung der Landesregierung ihre Förderprogramme auf den Ausbau der Photovoltaik, wie groß ist die installierte und tatsächliche Leistung der Photovoltaikmodule, die mithilfe von Landesförderprogrammen installiert wurden?

11. Wie hoch ist der Betrag von Landesmitteln für eine einzelne Kilowattstunde installierter Leistung von Photovoltaikmodulen, die durch Landesmittel gefördert wurden?

12. Welche Position nimmt die Landesregierung zum Leuchtturmprojekt "Photovoltaik an Bundesfernstraßen" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

13. Inwiefern plant die Landesregierung, Photovoltaikanlagen auf Lärmschutzwänden zu installieren und auf welchen Bundesstraßen ist eine Kombination aus Lärmschutz und Photovoltaik in Planung?

14. Welche Betreibermodelle erscheinen der Landesregierung geeignet, um Photovoltaikmodule auf oder an Lärmschutzwänden zu installieren bzw. zu kombinieren und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

15. Wie viele Unternehmen sind als Zulieferer oder Produzenten von Photovoltaikanlagen in Thüringen ansässig?

16. Wie hat sich die Zahl von Unternehmen, die als Zulieferer oder Produzenten von Photovoltaikanlagen in Thüringen ansässig sind, seit 1991 entwickelt?

17. Wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in Thüringen bei Unternehmen, die als Zulieferer oder Produzenten von Photovoltaikanlagen tätig sind, beschäftigt und wie hat sich die Beschäftigung in dieser Branche seit 1991 in Thüringen entwickelt?

d) Solarthermie

1. Wie hat sich die installierte Leistung von Solarthermie seit dem Jahr 1991 in Thüringen entwickelt?

2. Wie bewertet die Landesregierung die Entwicklung der Solarthermie in Thüringen, vor allem im Hinblick auf Förderprogramme des Bundes und der Landesregierung und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

3. Welche Potenziale sieht die Landesregierung in der Solarthermie für das Jahr 2025 und ihren Anteil an der Strom- und Wärmeerzeugung und wie begründet die Landesregierung ihre dies-bezügliche Auffassung?

4. Welche Programme zur Förderung von Solarthermie bietet die Landesregierung an bzw. welche Programme sind geplant?

5. Welche Programme zur Förderung der Solarthermie durch die Landesregierung wurden seit 1991 angeboten und wie hoch ist der Betrag der bereitgestellten Landesmittel insgesamt?

6. Welche Auswirkungen auf den Ausbau der Solarthermie hatten Förderprogramme der Landes-regierung und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

7. Wie lang ist nach Kenntnis der Landesregierung die Gewährleistungsfrist von Solarthermiean-lagen, die in Deutschland installiert werden und auf welchen Bereich erstreckt sie sich (z. B. allgemeine Funktion, Leistungsstärke und Lebensdauer)?

8. Wie lang ist nach Kenntnis der Landesregierung die durchschnittliche Betriebsdauer von Solar-thermieanlagen bei voller Leistung und wie stark nimmt die Leistung innerhalb von 20 Jahren ab?

9. Wie hoch schätzt die Landesregierung die jährlichen Kosten für die Ertüchtigung bzw. Ersetzung von Solarthermie-Altanlagen ab dem Jahr 2025, unter Maßgabe der bisher in Thüringen installierten Anlagen, ein und wie groß ist dabei der Anteil der Privathaushalte und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

10. Wie viele Unternehmen sind als Zulieferer oder Produzenten von Solarthermietechnik in Thüringen ansässig?

11. Wie hat sich die Zahl von Unternehmen, die als Zulieferer oder Produzenten von Solarthermietechnik in Thüringen ansässig sind, seit 1991 entwickelt?

12. Wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in Thüringen bei Unternehmen, die als Zulieferer oder Produzenten von Solarthermietechnik tätig sind, beschäftigt und wie hat sich die Beschäftigung in dieser Branche seit 1991 in Thüringen entwickelt?

e) Wasserkraft

1. Welchen Anteil haben Wasserkraftanlagen an der Thüringer Stromerzeugung (installierte Leistung und eingespeiste Strommenge) und wie hat sich dieser Anteil seit dem Jahr 1991 entwickelt?

2. Mit welchem absoluten und relativen Anteil in Kilowattstunden trägt die Wasserkraft zur Stromerzeugung in Thüringen bei?

3. Welche Potenziale sieht die Landesregierung im Ausbau der Wasserkraft bis zum Jahr 2025 und welche Aktivitäten plant die Landesregierung, um den Ausbau voranzubringen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

4. Inwiefern teilt die Landesregierung die in Verbindung mit der Wasserkraft geäußerten Bedenken hinsichtlich der Umweltverträglichkeit und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

5. Mit welchen Maßnahmen will die Landesregierung den Anforderungen des Schutzes von Flora und Fauna vor diesem Hintergrund gerecht werden und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

f) Brennstoffzellentechnologie

1. Welche Universitäten bzw. außeruniversitären Einrichtungen zur Forschung und Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie bestehen nach Kenntnis der Landesregierung bundesweit und landesweit?

2. Wie und in welcher Höhe werden Universitäten bzw. außeruniversitäre Einrichtungen zur For-schung und Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie von der Landesregierung gefördert?

3. Welches Potenzial sieht die Landesregierung für die Anwendung der Brennstoffzellentechnologie und in welchen Bereichen findet sie bereits Verwendung und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

4. Welche Brennstoffzellentechnologie ist nach Einschätzung der Landesregierung als Alternative zur Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle für den kommerziellen Betrieb potentiell geeignet und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

5. Wie schätzt die Landesregierung den aktuellen Forschungsstand in der Brennstoffzellentech-nologie in den Punkten von Umsetzbarkeit, Kosten, Reichweite und Sicherheit für den Bereich des automobilen Privatpersonenverkehrs ein und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

6. Welche Pilotprojekte für eine Erprobung eines Tankstellennetzes für automobile Brennstoffzel-lentechnologie sind der Landesregierung bekannt und wie schätzt die Landesregierung deren Fortschritt im Zusammenhang mit der Verwendbarkeit und Realisierung für den automobilen Privatpersonenverkehr ein und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

7. Welche Pilotprojekte für eine Erprobung eines Tankstellennetzes für automobile Brennstoffzel-lentechnologie erscheinen für die Landesregierung als geeignet für Thüringen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

8. Wann rechnet die Landesregierung mit der Verfügbarkeit von automobiler Brennstoffzellen-technologie für den Privatpersonenverkehr, inwiefern und durch welche Maßnahmen sieht die Landesregierung es als geeignet an, diese Art des Personenverkehrs zu fördern und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

9. Wann rechnet die Landesregierung mit einem flächendeckenden Netz an Tankstellen für Brennstoffzellentechnologie, plant die Landesregierung sich am Ausbau eines solchen Netzes zu beteiligen und wie soll eine solche BeteiIigung aussehen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

10. Wie schätzt die Landesregierung die CO2-Bilanz bei der Herstellung von Wasserstoff für die Nutzung zur Energiewandlung in Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen ein, vor allem unter dem Aspekt einer breiten Nutzung im automobilen Verkehr und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

g) Windkraft

1. Wie hat sich die Zahl der Windkraftanlagen und deren installierte Gesamtleistung seit dem Jahr 1991 entwickelt bzw. wie groß ist seitdem der jährliche Zuwachs?

2. Wie verteilen sich diese Windkraftanlagen auf die Kreise, Städte und Gemeinden Thüringens (bitte nach Ort, Jahr der Genehmigung, Jahr des Baus und Leistungsklassen angeben)?

3. Wie viele der in Thüringen errichteten und geplanten Windkraftanlagen wurden und werden in Konzentrationszonen gebaut und welche Anlagen wurden und werden außerhalb dieser Zonen errichtet?

4. Wie viele und welche Städte und Gemeinden haben in Thüringen Windkraftkonzentrationszonen ausgewiesen und welche nicht?

5. Welche Flächen umfassen die einzelnen Konzentrationszonen in Thüringen (bitte alle Konzent-rationszonen mit Flächenausweisung und tatsächlicher Nutzung auflisten)?

6. Für welche Konzentrationsflächen in Thüringen wurden Höhenbeschränkungen für Windkraft-anlagen in den Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen festgelegt (bitte die Höhenbe-schränkung in Meter für alle Konzentrationszonen auflisten)?

7. Wie viele Windkraftanlagen werden in diesen Konzentrationszonen betrieben (bitte für alle Konzentrationszonen untergliedert nach Leistungsklassen auflisten)?

8. Welche Konzentrationszonen sind derzeit ungenutzt und welche Gründe sind der Landesregierung hierfür bekannt?

9. Für wie viele Windkraftanlagen sind rechtskräftige Genehmigungen erteilt, bei denen die Anlagen bisher noch nicht errichtet wurden und welche Gründe liegen dafür vor?

10. In welchen Städten und Gemeinden laufen derzeit Verfahren zur Ausweitung bzw. Neuausweisung von Konzentrationszonen für Windkraftanlagen?

11. In welchen Städten und Gemeinden laufen derzeit Verfahren zur Ausweitung bzw. Neuausweisung von Flächen für die Errichtung von Windkraftanlagen?

12. Wie hat sich die eingespeiste Strommenge aus Windkraftanlagen in Thüringen seit dem Jahr 1991 entwickelt?

13. Mit welchem absoluten und relativen Anteil in Kilowattstunden trägt die Windkraft zur Stromerzeugung in Thüringen bei?

14. In welchem Umfang ist eine Ausweitung der installierten Leistung durch Ersatz alter Anlagen durch neue (Ertüchtigung/Repowering) bis zum Jahr 2025 in Thüringen möglich, sinnvoll und im Rahmen der geltenden Regionalen Raumordnungspläne umsetzbar und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

15. Wie viele Windkraftanlagen sind in Thüringen seit 1991 ertüchtigt worden, dass heißt ältere und leistungsschwächere Anlagen durch neue und leistungsstärkere Anlagen ersetzt worden?

16. Welche Maßnahmen sieht die Landesregierung als geeignet an, Ertüchtigung von alten Windkraftanlagen zu fördern und welche konkreten Maßnahmen hat die Landesregierung in welcher Höhe und wann umgesetzt und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

17. Was unternimmt die Landesregierung, um bürokratische Hemmnisse, die einem weiteren Ausbau der Windkraft entgegenstehen (z. B. Höhenbeschränkungen und Flächenausweisung), ab-zubauen?

18. In welchem Umfang sieht die Landesregierung Potenzial zur Ausweisung weiterer Windkraftkonzentrationszonen in Thüringen?

19. Wie viele Windkraftanlagen werden in Thüringen im Wald betrieben (bitte alle Standorte mit Leistungsklassen, Baujahr und betroffene Gemeinden auflisten)?

20. Welche Beeinträchtigungen entstehen nach Einschätzung der Landesregierung beim Bau von Windkraftanlagen im Wald für die Natur und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

21. Wie lang ist die durchschnittliche Betriebsdauer von Windkraftanlagen?

22. Inwiefern ist es möglich, Windkraftanlagen in Thüringen an der gleichen Stelle zu ertüchtigen?

23. Welche Ausgleichsmaßnahmen müssen für die Errichtung einer Windkraftanlage in Thüringen geschaffen werden?

24. Welches wirtschaftlich nutzbare Potenzial aus Windkraft in Thüringen besteht aus Sicht der Landesregierung und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

25. Wie schätzt die Landesregierung das Potenzial der Windkraft ein, damit Thüringen bis zum Jahr 2020 das Ziel des Anteils von 45 Prozent der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch er-reicht und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

26. Welchen Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung und am Stromverbrauch (Endenergieverbrauch) in Thüringen erwartet die Landesregierung für das Jahr 2025 (bitte in prozentual und absoluten Zahlen angeben) und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

27. Wie hoch ist der Anteil der benötigten Landesfläche, um das volle Potenzial von Windkraft für das gesetzte Ziel des Anteils von 45 Prozent der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Thüringen bis 2020 zu erreichen?

28. Inwiefern plant die Landesregierung, Flächen in Naturparks und Naturschutzgebieten für die Errichtung von Windkraftanlagen frei zu geben und welche Gebiete sind davon betroffen?

29. Inwiefern ist es nach Einschätzung der Landesregierung möglich und geplant, das gesetzte Ziel des Anteils von 45 Prozent der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Thüringen ohne Flächen aus Naturparks oder Naturschutzgebieten für Windkraftanlagen zu nutzen und wie be-gründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

30. Wie viele Unternehmen sind als Zulieferer oder Produzenten von Windkraftanlagen in Thürin-gen ansässig?

31. Wie hat sich die Zahl von Unternehmen, die als Zulieferer oder Produzenten von Windkraftanlagen in Thüringen ansässig sind, seit 1991 entwickelt?

32. Wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in Thüringen bei Unternehmen, die als Zulieferer oder Produzenten von Windkraftanlagen in Thüringen ansässig sind, beschäftigt und wie hat sich die Beschäftigung in dieser Branche seit 1991 in Thüringen entwickelt?

33. Welchen Zusammenhang sieht die Landesregierung zwischen der Genehmigungspraxis für Windkraftanlagen in Thüringen und den Perspektiven von Thüringen als Produktionsstandort von Windkraftanlagen oder Zulieferern und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

VIII. Energiepolitik in Thüringen

1. Auf welche Höhe schätzt die Landesregierung das benötigte lnvestitionsvolumen ein, um das Ziel von 45 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Thüringen bis 2020 zu erreichen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

2. Wie hoch schätzt die Landesregierung den Anteil der benötigten Landesmittel am lnvestitionsvolumen ein, um dieses Ziel mit Fördermitteln zu unterstützen und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

3. Mit welchen Auswirkungen auf die Endverbraucherpreise der Energienutzer in Thüringen rechnet die Landesregierung unter Maßgabe der preislichen Entwicklung der letzten 20 Jahre zur Umsetzung dieses Ziels und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

4. Welchen Anteil bemisst die Landesregierung den Energiespeichern für das Jahr 2020 zu, um das Ziel von 45 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2020 zu erreichen (absolute Zahlen oder prozentualer Anteil) und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

IX. Intelligente Netzsysteme

1. Welche Potenziale sieht die Landesregierung bei der Steigerung der Energieeffizienz durch intelli-gente Netzsysteme und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

2. Wie ist nach Kenntnis der Landesregierung der momentane Entwicklungsstand von intelligenten Netzsystemen und welche Projekte werden zurzeit erprobt?

3. Welche Institute in Thüringen forschen an intelligenten Netzsystemen und wie werden diese durch das Land in welcher Höhe durch welche Haushaltsmittel gefördert?

4. Welche Potenziale sieht die Landesregierung in einem Bundesnetzplan und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

X. Moderne Mobilität

1. Welches Potenzial misst die Landesregierung der Elektromobilität für das Jahr 2025 zu und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

2. Welchem Konzept der Antriebstechnologie misst die Landesregierung mittelfristig die besten Chancen auf Durchsetzung in der Automobilität zu und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

3. Welche Rolle bemisst die Landesregierung Car-Sharing-Modellen und wie begründet die Landes-regierung ihre diesbezügliche Auffassung?

4. Welche Anfragen zur Unterstützung von Mobilitätskonzepten wie dem Car-Sharing gingen bisher bei der Landesregierung ein und wie wurden diese beantwortet?

5. Durch welche Maßnahmen und in welcher Höhe plant die Landesregierung Elektromobilität zu för-dern?

6. Durch welche Maßnahmen und in welcher Höhe plant die Landesregierung Brennstoffzellentech-nologie zu fördern?

7. Welche Bedeutung misst die Landesregierung Verbrennungsmotoren für das Jahr 2025 zu und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

8. Welche Maßnahmen plant die Landesregierung, um den ländlichen Raum Thüringens für moderne Mobilität zu erschließen?

9. Wie schätzt die Landesregierung die Verbreitung von moderner Mobilität im ländlichen Raum Thü-ringens für das Jahr 2025 ein und wie begründet die Landesregierung ihre diesbezügliche Auffassung?

10. Welche Konzepte entwickelt die Landesregierung, um das geplante ICE-Drehkreuz in Erfurt ab 2017 mit modernen Mobilitätskonzepten zu verbinden?



Für die Fraktion:


Bergner
Druckversion anzeigen

Das phpVerbandCMS benötigte 33 Datenbankabfragen und 1.0852 Sekunden zum Erstellen der Site. | GZIP ist aktiviert