24.11.2010
Thüringer Landtag
5. Wahlperiode
24.11.2010
K l e i n e A n f r a g e 1068
des Abgeordneten Recknagel (FDP)
Schloss- und Parkanlage "Reinhardsbrunn" Friedrichroda
- Nachgefragt
Zur Kleinen Anfrage 1006 der Abgeordneten Renner und Kuschel (Die LINKE) ergeben sich weitere Fragen.
Ich frage die Landesregierung:
1. Wann und wie kam die Schloss- und Parkanlage in das Eigentum des Landes?
2. Wem gehörte die Schloss- und Parkanlage seit 1900?
3. Welche Kaufpreise wurden jeweils dafür gezahlt?
4. Wie wurde die Schloss- und Parkanlage zwischen 1945 und 1990 instand gehalten, restauriert und renoviert?
5. Wie und von wem wurde die Schloss- und Parkanlage zwischen 1945
und 1990 genutzt?
Recknagel
Die Antwort der Landesregierung:
Thüringer Landtag
5. Wahlperiode
Drucksache 5/2169
18.01.2011
Das
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 17. Januar 2011 wie folgt beantwortet:
Zu 1.:
Schloss- und Parkanlage Reinhardsbrunn waren zu keiner Zeit Eigentum des Landes Thüringen.
Zu 2.:
Schloss und Park Reinhardsbrunn waren bis zur Fürstenenteignung 1918 im Besitz des Herzoghauses Sachsen-Coburg und Gotha. Nach einer zwischenzeitlichen Wiederinbesitznahme durch das Herzoghaus
1925 wurde Reinhardsbrunn
1945 enteignet.
1950 beherbergte das Schloss eine Landesfeuerwehrschule, später ein Ferienheim der Intelligenz und von
1961 bis 1989 das Schlosshotel Reinhardsbrunn des Reisebüros der DDR.
1990 gingen Hotel und Park in das Eigentum der RESORT-Hotel GmbH über.
Nach 2000 erwarb ein englisches Immobilienbüro Schloss und Park. In dieser Zeit geschahen keinerlei Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen. Das Anwesen wurde 2007 an die BOB Consult GmbH, Dr. Barthel in Weimar, veräußert.
Zu 3.:
Das englische Immobilienbüro erwarb Schloss und Park für einen Kaufpreis von einem Euro. Weitere Kaufpreise sind nicht bekannt.
Zu 4.:
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten bauliche Eingriffe und Veränderungen, die zum Teil erhebliche bleibende Beeinträchtigungen bewirkt haben. Mit der Rekonstruktion der originalen Farbigkeit des Ahnensaals 1966 begannen umfangreiche Instandsetzungs- und Restaurierungsmaßnahmen an und in den Gebäuden sowie im Park unter Leitung des Instituts
für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Erfurt, und dem daraus hervorgegangenen Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege. Finanzielle Angaben über diesen Zeitraum liegen nicht vor.
Zu 5.:
Auf die Antwort zu Frage 2 wird verwiesen.
Matschie
Minister