11.08.2010
Thüringer Landtag
5. Wahlperiode Drucksache 5/1298
11.08.2010
A n t r a g
der Fraktion der FDP
Zähne retten - Zähne schützen: Zahnrettungsboxen an Thüringer Schulen flächendeckend einführen
Die Landesregierung wird aufgefordert, Zahnrettungsboxen an Thüringer Schulen flächendeckend einzuführen und die Notfallausrüstung der Schulen als Erstausstattung entsprechend zu ergänzen. Die Kosten für verwendete Zahnrettungsboxen trägt der zuständige Versicherungsträger.
Begründung:
Rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Europa erleiden bis zum 16. Lebensjahr einen Zahnunfall. Die Fallzahlen sind steigend. Dies hat umso größere Bedeutung, als dass vor allem die wichtigen oberen Frontschneidezähne besonders häufig betroffen sind. Deren Fehlen ist besonders auffällig und somit belastend für Heranwachsende. Dank moderner Adhäsivtechniken können Kronenfrakturen in den meisten Fällen dauerhaft und kosmetisch zufriedenstellend repariert werden. Der Verlust eines kompletten Zahns ist hingegen ein schwerwiegendes Ereignis. Ein ausgeschlagener Zahn kann jedoch wieder implantiert werden. Hierzu muss er im richtigen Nährmedium aufbewahrt werden. Die so genannte Zahnrettungsbox ist ein großer Fortschritt. In ihr kann der Zahn bei Raumtemperatur bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Die Unfallkasse Hessen hat 2009 bereits zum vierten Mal alle Schulen in Hessen mit Zahnrettungsboxen ausgestattet. Die Unfallkasse Hessen geht davon aus, dass sich diese Investition rechnet und vor allem für die Betroffenen von unschätzbarem Vorteil ist.
Für die Fraktion:
Koppe
Der Antrag wurde am 30.09.2010 zurückgezogen.