Hermann Otto Solms twittert vor 3 Tagen:
Meine Rede und die Diskussion zum Europa-Manifest sind online. "Die Europäische Union befindet sich inmitten der... http://fb.me/24H4z02FI
"Das sind erschreckende Zahlen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann wird uns der Fachkräftemangel noch härter treffen als befürchtet", ist der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Thomas L. Kemmerich besorgt. Hintergrund ist die Antwort auf seine Mündliche Anfrage im letzten Plenum. Kemmerich hatte gefragt, wie viele Jugendliche in Thüringen die begonnene Ausbildung abbrechen. "In den letzten Jahren waren es insgesamt rund viertausend. Und dem stehen thüringenweit gegenwärtig über zwölftausend offene Lehrstellen gegenüber", weiß Kemmerich, der selbst Unternehmer ist.
Die Unternehmen verlören somit nicht nur jene Fachkräfte, die in Rente gingen. "Gleichzeitig gelingt es ihnen nicht mehr, die frei werdenden Stellen auch nur annähernd durch eigene Ausbildung zu besetzen. Und diese Lücke wird jedes Jahr größer", warnt Kemmerich. Das ginge quer durch alle Branchen und stelle eine ernst zu nehmende Gefahr dar: "In einigen wenigen Jahren könnten ganze Firmen schließen müssen, schlicht weil niemand mehr da ist, der die Arbeit macht".
Hier müsse man konkret gegensteuern, fordert Kemmerich. "Und damit meine ich nicht, am Bahnhof Brötchen und Flyer zu verteilen", erinnert Kemmerich an die bisher bestenfalls mäßig erfolgreichen Werbeversuche des Wirtschaftsministeriums. Dazu zähle einerseits die Berufsberatung im Vorfeld, andererseits müssten aber die Unternehmen attraktivere Bedingungen schaffen und den Lehrlingen mehr Verantwortung zu geben. "Wer Verantwortung übernehmen darf, ist nicht so schnell bereit, einfach hinzuschmeißen", so Kemmerich abschließend.
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