Wirtschaftspolitik

Auftakt des Botschafterbesuchs beim Verband der Wirtschaft

Zu Besuch beim Verband der Wirtschaft
Zu Besuch beim Verband der Wirtschaft

Zum Auftakt seiner Besuchsreise kam heute der kanadische Botschafter Dr. Peter Boehm mit dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Stephan Fauth und der FDP-Fraktion zu einem Gespräch zusammen. Der Export von Thüringen nach Kanada sei zwar von 8,5 Mio. auf 23 Mio. Euro gestiegen, der Anteil betrage aber dennoch nur 0,5 Prozent erläuterte in dem Gespräch beim Verband der Wirtschaft, Hauptgeschäftsführer Fauth. "Da kann man noch etwas tun", zeigten sich beide Seiten überzeugt.

Der Botschafter hofft auf ein Freihandelsabkommen mit der EU, das in zwei Jahren zum Abschluss könnte. Der Handel mit Europa würde dann sprunghaft steigen. Die Beziehungen zu den neuen Bundesländern müssen allmählich ausgebaut werden, so Boehm. "Thuringia" sei noch nicht so bekannt, auch wenn man bei Olympia in Kanada gezeigt habe, was so ein kleines Land leisten kann. Als Kernland der Reformation müsse man Thüringen in Kanada, wo viele Lutheraner lebten, bekannter machen und den Tourismus ankurbeln. Hierzu sei gezielte Werbung nötig.
Für Kanada seien ähnlich wie in Thüringen die erneuerbaren Energien, Photovoltaik oder die Automobilzulieferbranche wichtige Wirtschaftszweige. Neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sei es auch wichtig, die menschlichen Beziehungen auszubauen, betonte Boehm. Der Schüler- und Studentenaustausch sei in Abkommen zwischen den Ländern und Provinzen sinnvoll zu vereinbaren. Derzeit kämen rund 5.000 Studenten aus Deutschland pro Jahr nach Kanada. In umgekehrter Richtung seien es leider nur 500, berichtete der Botschafter.

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